Sande Camping

Sande Camping

Etwa fünf Minuten vom Zentrum des Ortes Loen entfernt und im Tal „Lodalen“ liegt Sande Camping. Nach unserer eindrucksreichen Gipfelfahrt mit dem Loen Skylift fahren wir zu Turid und ihrer Familie auf den Campingplatz.

In der Mitte von Loen verlassen wir die Hauptstrasse in Richtung Lodalen. Die anfänglich noch zweispurige Straße steigt leicht an und schlängelt sich neben einem tosenden Wildwasserfluss in das Tal hinauf, kurz darauf erreichen wir den See „Lovatnet“, den wir wenige Minuten zuvor noch von der Spitze des Hoven aus erspähen konnten.

 

Wiedersehen macht Freude

Kurz darauf parken wir mit Oscar vor der Rezeption des Campingplatzes. Er liegt an der Straße, etwa auf Höhe der Hälfte des Lovatnet, mit einem Ausblick der uns einfach magisch anzieht – so verlebt man gerne seine Ferien in Norwegen. Auf unserer letzten Norwegenreise hatte es uns dieses Fleckchen Erde ganz besonders angetan, umso mehr freuen wir uns, über das Wiedersehen.

Wir werden schon erwartet. Turid empfängt uns herzlich in ihrer Rezeption, in der man ebenfalls eine kleine Auswahl an Lebensmitteln, Getränken und sogar Angelequipment findet. Täglich frisch gibt es selbstgebackenes Brot und Brötchen und Kaffee. Sollte man etwas vermissen, so versucht Familie Sande es für die Gäste zu besorgen.

Seit knapp 15 Jahren betreibt sie nun schon in zweiter Generation den Campingplatz, den Turids Eltern viele Jahre zuvor eröffnet haben. Ausgestattet mit einer Handvoll Duschmarken und Jetons für die Waschmaschine rollen wir den kleinen Hang des terrassiert angelegten Platzes hinunter. Direkt unterhalb der Rezeption befindet sich ein Haus, in dem sich, neben den zwei neuen Familienbadezimmern, einem barrierefreien Bad, Damen- und Herrenwaschräumen mit Saunen, einer Waschküche mit (großer Industrie-) Waschmaschine und Trockner, auch eine Küche befinden.

Während wir unser Wohnmobil auf einer kleinen Mole direkt am Ufer des grün-blau schimmernden und fast ausschließlich mit dem Schmelzwasser der umliegenden Gletscher gespeisten See parken, erobern die Kids bereits den kleinen Spielplatz.
Direkt neben uns steht eine Sitzgarnitur und ein großer Schwenkgrill, sodass wir bei einer Portion Lachs vor der Tür unserer rollenden Behausung sitzen und den mystischen Ausblick in das Tal hinein genießen können.

Sande Camping, Campingplatz am Lovatnet

Ein Anblick zum Träumen!

Unsere Blicke streifen über die steilen Berghänge, an denen etliche Wasserfälle in die Tiefe rauschen. Auf den Bergkämmen kann man die bläulichen Kanten des Jostedalsbreen erkennen, während der See ganz still zu unseren Füßen liegt.
Am südlichen Ende des Sees beginnt das Tal Kjenndalen. Vom Wanderparkplatz aus, kann man binnen einer Viertelstunde bis an den niedrigsten Gletscherarm Kjenndalsbreen laufen, der zum Jostedalsbreen gehört.

Dem Schmelzwasser des Gletschers ist ebenfalls diese unwirklich erscheinende Farbe zu verdanken. Feinste Gesteinspartikel werden durch den Gletscher vom Felsen abgerieben und laufen in kleinen Rinnsalen aus dem Gletscher hinaus, bis sie in den Lovatnet gespült werden. Scheint die Sonne, so reflektieren diese Partikel die Sonnenstrahlen und der See beginnt in den tollsten Türkis- und Grüntönen zu leuchten.

 

Aktivitäten rund um den See

Direkt auf dem Campingplatz kann man sich verschiedene Boote (ob mit Paddel oder Motor) ausleihen und den See aus einer anderen Perspektive genießen. Angeln und Wandern bietet sich ebenfalls an. Aber auch geführte Gletschertouren im Sommer oder der Klettersteig an der Via Ferrata.

Auch mit dem Rad lässt sich das Lodalen toll erkunden.

Wir können uns an dem Ausblick vor Oscars „Haustür“ kaum sattsehen und verkriechen uns erst zum Schlafen, als die Sonne die Bergspitzen orange gefärbt hat. Als ich um kurz vor 4:00 Uhr noch einmal kurz aufwache, hat die Natur heimlich ein weiteres Register gezogen und während außer mir vermutlich niemand auf dem ganzen Areal wach ist, flitze ich noch einmal hinaus, da die aufgehende Sonne das Tal gänzlich in einen unwirklichen Mix aus Pink, Orange und Violett gefärbt hat.

Sande Camping: 2 Uhr morgens
Sande Camping: 4 Uhr morgens

Für uns heißt es nach dem Aufstehen leider auch schon wieder Abschied nehmen. Wir sind uns sicher, dass wir nicht das letzte Mal bei Sande Camping gewesen sind.

Tusen takk und bis bald – nun geht es zum Geirangerfjord!

 

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