Kinvarsik Camping – Hardangerfjord

Kinvarsik Camping – Hardangerfjord

Wir erreichen Kinsarvik am Hardangerfjord einen Tag früher, als erwartet. Normalerweise ist es nicht nötig, dass man sich im Vorfeld bei Kinsarvik Camping anmeldet – wir haben es trotzdem getan, aber eben erst für einen Tag später.

Viel Hoffnung haben wir nicht, als wir die vielen Campingfahrzeuge auf dem oberhalb des Dorfes am Hang liegenden Geländes erblicken, noch einen Platz zu bekommen, aber dennoch wollen wir nichts unversucht lassen.

Evald empfängt uns in der Rezeption des seit 1950 bestehenden Familienbetriebs und es scheint, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Die Slush-Ice-Maschine in der gegenüberliegenden Ecke bewahrt mit einem leisen Brummen die quietsch-bunten Massen vor dem Einfrieren. Wir kommen ins Gespräch und der Chef klärt uns über die Norwegischen Campinggepflogenheiten auf: die meisten Campingplätze platzen zu Himmelfahrt und Pfingsten aus allen Nähten, denn die langen Wochenenden sind beliebte Anlässe für einen mehrtägigen Familienausflug.

 

 

Noch während wir am Reden sind, hat Evald auch schon eine Lösung parat. Kurze Zeit später laufen wir hinter dem gut gelaunten Mittvierziger über geschwungene und hell geschotterten Wege zwischen den Grünflächen seines Platzes hindurch. Ständen hier keine Wohnwägen und -mobile, könnte man glauben, sich auf einem Golfplatz zu befinden. Der Platz ist terrassiert angelegt, sodass man von fast jedem Punkt aus freie Sicht auf den Fjord hat. Stellplätze wechseln sich mit weiß gestrichenen Holzhäuschen ab (es handelt sich auch hierbei um die typischen „Hyttas“, aber die Übersetzung mit „Hütte“ hinkt in Anbetracht der Ausmaße, die sich teilweise mit Grundfläche und Ausstattung vor einem durchschnittlichen und vollwertigen Ferienhauses nicht verstecken brauchen).

Blick über den traumhaften Campingplatz

 

Zu unserem Erstaunen tummeln sich auf dem Areal fast ausschließlich Familien. Lani und Malu bekommen das Strahlen beim Anblick von anderen Kindern kaum aus den Gesichtern. Ob die hohe Familiendichte ausschließlich am benachbarten „Mikkelparken“ liegt, ist fraglich. Schließlich wartet Kinsarvik Camping auch schon neben einem kinderfreundlichen Ambiente mit einem Spielplatz auf, der mit einem riesigen Hüpfkissen, einer Nestschaukel, einer Sandkiste und vielem mehr Kinderherzen höher schlagen lässt!

 

„Der Spielplatz auf dem Campingplatz“

 

Die für Eltern ausschlaggebenden Faktoren liegen aber vielmehr in der exzellenten Infrastruktur: innerhalb des eingezäunten Geländes gibt moderne und stets saubere Familienbäder, die die Möglichkeit bieten, die komplette Rasselbande beruhigt in „einem Schwung“ unter die Dusche stellen zu können, ohne dass man sie kurze Zeit später aus allen Himmelsrichtungen eines Sanitärgebäudes einsammeln muss.

 

„Eines der Familienbäder“

 

Gemeinsam mit dem erst Anfang 2017 erbauten Gemeinschaftsraum, den frisch renovierten Sanitärgebäuden mit Einzelduschen, einer Imbissbude der besonderen Art und vielem mehr erstrahlt der ganze Platz  in einem sympathischen Glanz. Der moderne, gepflegte und positive Eindruck zieht sich wie ein roter Faden durch den Familienbetrieb und man sieht deutlich, wieviel Mühe sich das Team um Evald gibt. Nicht nur als Familie fühlt man sich hier wirklich wohl!

 

Der gemütliche Gemeinschaftsraum

 

Nach zwei  Tagen in Kinsarvik fällt uns der Abschied schwer. Es ist ein Campingplatz,  wie wir ihn alle mögen. Hier stimmt das Gesamtpaket: modern, hell, sauber, kinderfreundlich, viele andere Familien und das in einer einmalig schönen Lage!

581